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DIE WOLF-GÄNG

Inhalt

Ein Vampir, der kein Blut sehen kann, ein Werwolf mit Tierhaarallergie und eine Elfe mit Höhenangst – diese charmante Prämisse schafft es im Rahmen der ersten «Die Wolf-Gäng»-Verfilmung nun auf die große Leinwand.

Im Jahr 2007 veröffentlichte Schriftsteller Wolfgang Hohlbein („Das schwarze Auge“) seinen ersten Roman der „Wolf-Gäng“-Saga. Die Kinder- und Jugendreihe ist in nur knapp zwei Jahren auf fünf Bücher angewachsen, von denen die Bände zwei bis fünf nicht mehr von Hohlbein selbst, sondern von seiner Tochter Rebecca sowie Schriftsteller-Kollege Dieter Winkler verfasst wurden. Nun hat sich der kinderfilmerprobte Regisseur Tim Trageser («Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft») der «Harry Potter» ähnlichen Prämisse rund um ein verwunschenes Internat angenommen, auf dem alle möglichen Zauberwesen lernen und in dessen Welt Fabelwesen und Monster ganz normal wenngleich fernab der normalen Menschenwelt leben. Der Vergleich mit J.K. Rowlings weltberühmtem Zauberlehrling macht dabei nicht nur inhaltlich sondern auch inszenatorisch Sinn.

Tim Trageser kreiert unter Zuhilfenahme von gelungenen CGI-Effekten einen ganz eigenen, filmisches Kosmos, der für sehr kleine Zuschauer hier und da düster ausfallen dürfte. Und auch die Geschichte, die Drehbuchautor Marc Hillefeld («Alarm für Cobra 11») mit einem selbstbewussten Cliffhanger zu Ende führt, ist für die ganz junge Zielgruppe hier und da ganz schön komplex.
Das macht «Die Wolf-Gäng» vor allem aufgrund kleinerer Randnotizen charmant; etwa, wenn der Hausmeister die Arbeit seinem lebendem Besen überlässt oder Vlad und Faye auf der Suche nach des Rätsels Lösung über einen riesigen Felsspalt springen müssen, der von unsichtbaren Plattformen gesäumt ist. «Die Wolf-Gäng» ist anders als viele vergleichbare Jugendfantasyfilme also kein anstrengendes Effektspektakel, sondern besinnt sich vorwiegend auf andere Dinge.

Dazu gehört in erster Linie die Interaktion der Figuren. Getragen wird der Film von den drei Newcomern Aaron Kissiov, Arsseni Bultmann und Johanna Schraml, die sich schon in solch jungem Alter bemerkenswert authentisch in ihre spleenigen Figuren hineinfühlen können.  Die Chemie unter den drei Schauspielern ist vortrefflich und von einem angenehm trockenen Humor, gepaart mit permanent durchschimmernder Abenteuerlust geprägt. In den Nebenrollen bestechen unter anderem Rick Kavanian («Bullyparade – Der Film»), Sonja Gerhardt («Kalte Füße») und Axel Stein («Die Goldfische»). Sie bereichern «Die Wolf-Gäng» mit nicht minder leidenschaftlichen Performances, die den Film auch für ein erwachsenes Publikum sehenswert machen. Diesem dürfte es vor allem leichter fallen, hinter das große erzählerische Gesamtgefüge zu steigen, das sich aus so vielen verschiedenen Erzählfäden zusammensetzt, dass die Kleinen da schon mal überfordert sein dürften. Davon und von den mitunter sehr furchteinflößend aussehenden Monstern und Bösewichten, weshalb wir den Film ab einem Alter von etwa 8 Jahren empfehlen.

Fazit

«Die Wolf-Gäng» ist ein aufwendig produzierter Jugend-Fantasy-Film mit überzeugenden Jung- und altbewährten Altschauspielern, die in dieser komplex gedachten Märchenwelt überzeugen

 


Details

Schauspieler: Axel Stein, Rick Kavanian, Arsseni Bultmann, Aaron Kissiov, Johanna Schraml
Regie: Tim Trageser 
Genre: Jugendabenteuer, Familienunterhaltung
Länge: 97 Min.
Alterszulassung: Ab 8 Jahre
Land: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2020

 


Spielzeit

Samstag,       29. Februar             14:15  Uhr  (Saal 1)
Sonntag,           1. März                 16:00 Uhr  (Saal 1)