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EMMA (nach Jane Austen)

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Die Debüt-Drehbuchautorin Eleanor Catton und die aus dem Modefotografie- und Musikvideo-Sektor kommende Regisseurin Autumn de Wilde widmen sich in „Emma“ einem Klassiker der Literaturgeschichte. Das Ende 1815 erschienene Werk der britischen Schriftstellerin Jane Austen (1775-1817) diente schon mehrere Male als Vorlage für audiovisuelle Umsetzungen – so etwa für die US-amerikanische Highschool-Komödie „Clueless“ (1995) mit Alicia Silverstone und das heitere Period Piece „Emma“ (1996) mit Gwyneth Paltrow.

Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy, die unter anderem bereits in „The Witch“ (2015) und „Split“ (2016) zu überzeugen vermochte, interpretiert die Titelrolle weniger lieblich als ihre Vorgängerinnen; die selbstbewusste Art der Protagonistin geht hier – ganz im Sinne des Romans – durchaus mit einer snobistischen Attitüde einher. Der hübschen, klugen und reichen jungen Frau, die in der feinen Gesellschaft anerkannt ist und ein sorgenfreies Dasein genießen kann, bereitet das Verkuppeln von Personen aus ihrem Umfeld großes Vergnügen; ihre eigene Überzeugung, das Schicksal nach ihren persönlichen Vorstellungen lenken zu können, mutet zuweilen recht anmaßend an. Ein besonders starker Moment ist, wenn Emma in ihrem spöttischen Ton zu weit geht und daraufhin mit ihrem oftmals herablassenden Wesen konfrontiert wird. So entsteht eine erfreulich ambivalente Figur, die deutlich interessanter ist als die zahlreichen RomCom-Heldinnen, die nach ihrem Vorbild entworfen wurden.

Neben Taylor-Joy nimmt auch das übrige Ensemble für sich ein: Johnny Flynn („Lovesick“) ist als linkischer George Knightley ein angenehm unkonventionelles Liebesobjekt, Bill Nighy („Tatsächlich… Liebe“) glänzt als kauziger Vater von Emma – und auch Mia Goth („A Cure for Wellness“), Josh O’Connor („God’s Own Country“) und das Stand-up-Talent Miranda Hart liefern herrliche Leistungen. Hinzu kommen die wunderbaren Kostüme der Oscar-Preisträgerin Alexandra Byrne, die exquisite Ausstattung und der clevere Inszenierungsstil von Autumn de Wilde, in welchem der gekonnte Einsatz von Musik und das gute Gespür für Bildkompositionen zu einem reizvollen Mix aus Historienkomödie und Regency-Satire führen.

Fazit: Eine sehenswerte Bearbeitung des Jane-Austen-Stoffes mit einer nuanciert spielenden Anya Taylor-Joy im Zentrum, einer rundum gelungenen Besetzung und einer erkennbaren Lust an filmischer Gestaltung.

(aus „film.de“)

 


Details:

Schauspieler: Anya Taylor-Joy als Emma Woodhouse, Josh O’Connor, Gemma Whelan
Regie: Autumn de Wilde
Genre: Literaturverfilmung; Drama; Komödie
Länge: 125 Min.
Alterszulassung: Ab 10 Jahre
Land: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2020

 


Spielzeit:

Samstag,        4. Juli           20.15 Uhr  (Saal 2)
Sonntag,        5. Juli           20.15 Uhr  (Saal 1)