Image Image Image Image Image
Scroll to Top

To Top

Menü
more Info
Read More
GLORY TO THE QUEEN

GLORY TO THE QUEEN

Inhalt:

 

Glory to the Queen erforscht ein außergewöhnliches biografisches Gewebe zwischen vier Frauen, die während der Sowjetzeit zu Ikonen der Frauenemanzipation wurden. Im Mittelpunkt stehen die legendären sowjet-georgischen Schachspielerinnen Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria, Maia Tschiburdanidze und Nana Iosseliani.

Von Anfang der 60er Jahre an bis zum Zerfall der Sowjetunion waren es diese vier Spielerinnen, die „Frauenschach“ revolutioniert und es im internationalen Kontext auf „Männerniveau“ brachten. Nona Gaprindashwili und Maia Tschiburdanidze jagten sich den Weltmeistertitel im Schach fast 30 Jahre lang durchgehend gegenseitig ab. Nana Alexandria und Nana Iosseliani waren ihnen dabei dicht auf den Fersen. Nona war auch die erste Frau auf der Welt, die den prestigeträchtigen Titel der Großmeisterin erhielt, weil sie so erfolgreich gegen Männer antrat.

Der Film führt uns nach Tiflis in Georgien, wo die Frauen heute leben. Die vier, die im olympischen Team der Sowjetunion oft zusammen gespielt haben, waren aber Zeit ihres Lebens auch verbissene Gegnerinnen am Schachbrett. Sie haben sich seit über 20 Jahren nicht mehr an einen Tisch, geschweige denn an ein Brett gesetzt. Glory to the Queen bringt sie noch einmal zusammen.

Glory to the Queen ist ein Film über Siegen und Verlieren am Schachbrett und im Leben, und über das Auflehnen gegen ein mächtiges, männliches System. Eine filmische Reflexion darüber, wie der Kampf einzelner Frauen um Unabhängigkeit und Freiheit in individuellen und kollektiven Lebensgeschichten widerhallt.

Nona Gaprindaschwili gelang, was noch keine Frau vor ihr erreicht hatte: Als erste Frau errang sie den Großmeistertitel in Männer. 15 Jahre lang blieb sie Weltmeisterin, dann geschah das Unerwartete: Die erst 17-jährigen Maia Tschiburdanidse stieß sie vom Thron. Nana Alexandria und Nana Ioselliani waren ihnen stets auf den Fersen un zu viert waren sie praktisch unschlagbar. Ihre immensen Erfolge in der bis dahin männlich dominierten Schachwelt, führten dazu, dass zahllose Mädchen nach ihnen benannt wurden. Die Erinnerung an ihre Errungenschaften lebt so auch in den Frauen, die ihre Namen tragen weiter. Glory to the Queen setzt ihnen, mit einem Film über Sieg und Niederlage am Schachbrett und im Leben, das verdiente Denkmal.
Mit Maria Happel als Nana Alexandria, Maria Hofstätter als Maia Tschiburdanidze, Brigitte Krenn als Nana Iosseliani und Susi Stach als Nona Gapridaschwili tragen vier hochkarätige österreichische Schauspielerinnen in der deutsch eingesprochenen Version zur Verbreitung dieser unglaublichen hierzulande leider viel zu wenig bekannten Erfolgsgeschichte bei.
Tatia Skhirtladze
Geboren 1976 in Tiflis, Georgien, lebt die Künstlerin Tatia (Tamar) Skhirtladze heute in Wien. Sie hat in Tiflis und Wien Kunsterziehung und in Enschede (NL) Bildende Kunst studiert. Derzeit unterrichtet sie Videokunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.
Ihre künstlerische Arbeit oszilliert zwischen Bildender Kunst und Film, ihr Interessensschwerpunkt liegt auf ortsgebundenen sowie langfristigen Mix-Media-Konzepten.
Tatia Skhirtladze war auch als als Kamerafrau und Editorin für Dokumentarfilme tätig, sie entwickelt Filmbildungsangebote und leitet Workshops zu filmkünstlerischen Praktiken.

Details:

Schauspieler: 
Regie:  Tatia Skhirtladze
Genre: Dokumentation
Länge: 83 Min.
Alterszulassung: Ab 10 Jahre
Land: Österreich, Russland
Erscheinungsjahr: 2020

 


Spielzeit:

Freitag,           18. Juni            20.00 Uhr  (Saal 2)
Montag,          21. Juni            18.15  Uhr  (Saal 2)