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DIE GOLDFISCHE

Inhalt:

Eine aberwitzige und emotionale Komödie über einen Investmentbanker, der sich mit einer Behinderten-WG arrangieren muss.

Ein Händchen für neue Talente hatten Wiedemann & Berg schon immer: „Das Leben der Anderen“ war ein Debüt; Simon Verhoeven und Baran Bo Odar – heute längst Stützen des deutschen Filmemachens – realisierten jeweils ihre zweiten Filme für die Münchner Produktionsfirma. Also heißt es aufgemerkt, wenn sie nun mit Alireza Golafshan, in Iran geborener, aber seit seinem zwölften Lebensjahr in Deutschland lebender Absolvent der HFF, wieder einem jungen Regisseur und Drehbuchautor erstmals eine große Bühne bieten. Wie ein Erstlingswerk fühlt sich „Die Goldfische“ jedenfalls nicht an. Dafür ist die Erzählung zu souverän, die Bildgestaltung zu ausgeklügelt, der Umgang mit den wunderbar besetzten Schauspielern – jeden einzelnen von ihnen hat man so ziemlich garantiert noch nie gesehen – zu geschickt. Und vor allem hat man den Eindruck, dass Golafshan bereits bei seinem ersten Spielfilm – er hatte zuvor mit seinem Studentenfilm „Behinderte Ausländer“ die Aufmerksamkeit der W&B-Produzentin Justyna Müsch erregt – über eine ganz eigene Handschrift verfügt, und über eine beachtliche Ambition.

Denn eine Haha-Komödie ist diese Ballade vom immer gestressten Investmentbanker, der sich nach einem Autounfall nicht nur querschnittsgelähmt an einen Rollstuhl gefesselt wiederfindet, sondern auch in einer ziemlich wilden WG mit anderen Behinderten, nicht geworden, sondern ein schlitzohriger Spaß mit hintergründigem Humor und einigen aberwitzigen Szenen, die an das Kino der Coen-Brüder erinnert. Tom Schilling erweist sich als feinsinniger Komödiendarsteller, der sozusagen als Straight Man in einen Käfig voller Narren gerät – und im Verlauf der Story, in der er die anderen Behinderten ausnutzen will, um in der Schweiz deponiertes Geld nach Deutschland zu schmuggeln, selbst erkennen muss, dass er der größte Narr ist. Eine regelrechte Offenbarung sind außerdem Birgit Minichmayr als blinde Schnapsdrossel mit Schandmaul und Axel Stein als lustigster Autist der Filmgeschichte („Mach ma kein Stress“). Und doch stiehlt ihnen allen die wirklich an Down-Syndrom leidende Luisa Wollisch die Schau: Wenn sie ihrer Lust auf Glamour freien Lauf lässt, ist „Die Goldfische“ regelrecht außer Rand und Band; ein Comedy-Highlight.

(aus „Blickpunkt Film“)

 

„Scheiß auf die Avengers, scheiß aufs A-Team. Wir sind die Goldfische!“ In dem temporeichen Filmspaß macht sich eine etwas andere WG im Kleinbus Richtung Schweiz auf, um Schwarzgeld zu schmuggeln. Tolle Besetzung mit Tom Schilling und Birgit Minichmayr, die als blinde, zynische Busfahrerin den Vogel abschießt!
Oliver (Tom Schilling) führt ein Leben auf der Überholspur. Und dort endet es auch abrupt. Der erfolgreiche, hippe Banker baut einen schweren Unfall. Diagnose: Querschnittlähmung. Eine Reha soll ihn auf ein Leben im Rollstuhl vorbereiten. Doch Oliver will möglichst schnell raus aus diesem „Behindertengefängnis“ mit schlechtem Internet. Er muss sich dringend um sein Schwarzgeld in der Schweiz kümmern. Da kommt ihm die Behinderten-WG „Goldfisch-Gruppe“ ganz gelegen. Wer kontrolliert schon einen Bus voller Behinderter? Los geht die abenteuer liche Reise. Mit an Bord: Magda (Birgit Minichmayr), eine blinde Zynikerin mit derbem Humor; Rainman, Autist und Fan von 80ies-Pop; Michi, stummer Autist mit Schutzhelm; Franzi, ein selbstbewusstes Mädchen mit Down-Syndrom. Sie treiben Oliver und die beiden BetreuerIn nen an den Rand des Wahnsinns.

(aus „Cinema Paradiso“)

 


Details:

Schauspieler: Tom Schilling, Jella Haase, Birgit Minichmayr, Axel Stein, Luisa Wöllisch, Klaas Heufer-Umlauf u.a
Regie: Alireza Golafshan
Genre: Komödie
Länge: 112 Min.
Alterszulassung: ab 12 Jahre
Land: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2019

 


Spielzeit:

Montag,            29. April;          18.15 Uhr  (Saal 1)
Mittwoch,           1. Mai;           20.00 Uhr  (Saal 2)