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GOLI JAN – Afghanistans stille Heldinnen

Inhalt:

 

Der neue Film des iranischstämmigen Regisseurs Houchang Allahyari ist ein charmantes Kleinod, das aktueller nicht sein könnte

Mit Goli Jan legt der 80-Jährige jetzt einen Film vor, der aktueller nicht sein könnte: eine Fluchtgeschichte zweier afghanischer Jugendlicher.

Goli Jan (Fatemeh Jaffari) ist ein junges Mädchen und lebt in einem trostlosen Dorf in der südafghanischen Provinz Kandahar. Sie ist klug und plaudert gern mit dem gleichaltrigen Jawad (Nematolah Amiri), der mit dem Fahrrad Lebensmittel an die übrig gebliebenen Familien des Dorfes liefert. Eines Tages beobachtet Jawad einen Streit zwischen Golis Vater und zwei Taliban, einen Tag später wird der Vater ermordet. Nun versucht der unsympathische, reiche Onkel aus der jungen Witwe und Goli Kapital zu schlagen: Golis Mutter will er zur Frau nehmen und Goli zu seinen Gunsten verheiraten.

Deshalb entschließt sich Goli als Bursche verkleidet zur Flucht in den Iran – gemeinsam mit Jawad, der auch schon von den Taliban drangsaliert wird. Die Flucht ist beschwerlich und teils tief betrüblich, doch Houchang Allahyari versteht es, die Geschichte leichtfüßig zu erzählen.

Den unprätentiösen, dokumentarischen Bildern in der Tradition des iranischen Kinos von Makhmalbaf bis Kiarostami wird durch die Musik das Spielerische eingehaucht. Golis Camouflage bietet komische und spannende Momente – beide Hauptdarsteller sind zum Verlieben.

In Teheran finden sie ein kleines Glück, bis Golis Onkel dort auftaucht. Da bleibt nur die Flucht ins ferne Wien, wo ein iranischer Arzt wohnt (Regisseur Allahyari im Cameo-Auftritt), von dem Goli eine Visitenkarte besitzt.

(aus „Der Standard“)

 

Nach seiner dokumentarischen Arbeit DIE LIEBENDEN VON BALUTSCHISTAN kehrt Houchang Allahyari in den Iran zurück, um einen Spielfilm zu drehen, dem es an Aktualität wahrlich nicht mangelt. Erzählt wird die Geschichte von Goli Jan, einer jungen Frau, die – nachdem ihr Vater von den Taliban ermordet wurde und ihr Onkel sie an einen alten Mann verheiraten will – gemeinsam mit dem Fahrradboten Jawad aus Afghanistan flieht und sich als Junge verkleiden muss, um nicht aufzufallen. Stets in Angst vor der Rache des mächtigen Onkels, begegnen die beiden neben verschlagenen auch hilfsbereiten Menschen, die sie bei sich aufnehmen und ihnen die Möglichkeit bieten, ein neues Leben zu beginnen … Eine mit sparsamen Mitteln hergestellte, aber umso persönlichere Auseinandersetzung mit den Themen weibliche Selbstbestimmung, männliche Dominanz und menschliche, grenzübergreifende Solidarität: Ein echter Allahyari!

(aus „Film- und Videoclub Steiermark“)

 


Details:

Schauspieler: Fatemeh Jaffari, Nematolah Amiri, Halimeh Nassim
Regie: Houchang Allahyari
Genre: Drama
Länge: 94 Min.
Alterszulassung: Ab 14 Jahre
Land: Österreich
Erscheinungsjahr: 2021

 


Spielzeit:

Dienstag,       23. November         18.30 Uhr  (Saal 2)