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KINO-SEMINAR: „DIE LÜGEN DER NAZIS – Propagandafilme im Nationalsozialismus – Film: „JUD SÜSS“

KINO-SEMINAR: „DIE LÜGEN DER NAZIS – Propagandafilme im Nationalsozialismus – Film: „JUD SÜSS“

LICHTSPIELE KATSDORF
präsentiert
in Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung:

Kino-Seminar:
DIE LÜGEN DER NAZIS.
Propagandafilme im Nationalsozialismus
JUD SUESS

Film: Deutschland 1940, Regie: Veit Haran
mit Heinrich George, Kristina Söderbaum, Ferdinand Marian u.a.
Referent: Horst Walther MA,
Leiter des Instituts für Kino und Filmkultur, Wiesbaden

 

Jud Süß – Antisemitischer Hetzfilm: Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Joseph Süß Oppenheimer, der im 18. Jdt. als Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander tätig war. Für die Bevölkerung galt Oppenheimer schon bald als Urheber aller Missstände im Land. Der antisemitische Film zeigt ihn als Bösewicht und Vergewaltiger.
„Der erste wirklich antisemitische Film“, schrieb Reichspropagandaminister Joseph Goebbels 1939 in sein Tagebuch, nachdem er das Manuskript zu „Jud Süß“ gelesen hatte. Er persönlich gab den Spielfilm in Auftrag und überwachte seine Entstehung. Am 5. September 1940 wurde „Jud Süß“ auf den Filmfestspielen in Venedig unter großem Beifall des deutsch-italienischen Publikums uraufgeführt. In Deutschland wurde der Film ein großer Publikumserfolg.
Die Nationalsozialisten haben sehr frühzeitig die suggestive
Macht bewegter Bilder in ihrer Propaganda eingesetzt. Neben
den Filmen von Leni Riefenstahl und einer Reihe von komödienhaften „unpolitischen“ Unterhaltungsfilmen wurde die
Bevölkerung mit aufwendigen Propagandafilmen im Sinne der
NS-Ideologie systematisch indoktriniert.

Die Filme der NS-Filmpropaganda schlagen eine Brücke zur „Gegenwartsbedeutung der Vergangenheit“. Sie bieten einen Einblick in die mediale Manipulation der Nationalsozialisten. In Zeiten, in denen rechtsradikales Gedankengut in kürzester Zeit über neue Medien verbreitet werden kann, wird die Fähigkeit, dieses als solches zu enttarnen, immer wichtiger.

 


Spielzeit:

Mittwoch,   25. September     20.00 Uhr  (Saal 1)