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SCHMETTERLINGE IM OHR

Inhalt:

Wenns draußen zu heiß ist, vielleicht mal wieder ins Kino? „Schmetterlinge im Ohr“ verspricht leichte, gute gemachte Unterhaltung in klassischer französcher Filmart. Und lässt auch uns erfahren, was alles zu hören ist und was doch nur gefühlt werden kann.

Regisseur und Hauptdarsteller Pascal Elbé hat sich dieses Themas angenommen – weil er selbst davon betroffen ist: Seine Kinder hätten ihn auf seine zunehmende Schwerhörigkeit aufmerksam gemacht, sagt er. In der Komödie „Schmetterlinge im Ohr“ spielt er einen Lehrer, der weder seine Schüler noch die Klagen seiner Freundin hört und deshalb ganz entspannt durchs Leben geht. Aber auch jede Menge verpasst – nicht nur in der Schule, sondern auch in der Liebe.

Auf für die ZuschauerInnen ein besonderes Hörerlebnis, macht es doch durch den Einsatz unterschiedlicher Tonspuren deutlich, was wir alles so hören und was wir ausblenden.

 

Antoine, ein gutaussehender Geschichtslehrer in seinen frühen Fünfzigern, ist Ignorant der Extraklasse, vor allem wenn es um Symptome des eigenen Alterns geht: Wortmeldungen seiner Schüler oder die Gefühlslage seiner Freundin – geht ihn nichts an. Sogar das morgendliche Schellen seines Weckers ignoriert er. Seine neue Nachbarin Claire treibt er mit ohrenbetäubendem Lärm in den Wahnsinn. Ihre Wutausbrüche perlen an Antoine gnadenlos ab – wie alles in dieser Welt. Erst als er in der Schule auch den Feueralarm ignoriert, ist Antoine gezwungen, sich der demütigenden Tatsache zu stellen: Er ist so gut wie taub. Und das im besten Alter! Mit dem Einsatz von Hörgeräten eröffnet sich ihm bald eine neue Welt, aber die bringt nicht nur Freude. Dieses Accessoire der Alten passt einfach nicht zu seinem Selbstverständnis als Mann. Noch schlimmer ist für ihn, dass er plötzlich alles mitbekommt, was er sonst entspannt ausblenden konnte. Seine demente Mutter, seine überforderte Schwester, die von ihm jahrelang brüskierte Lehrerschaft – alles prasselt nun ungefiltert auf ihn ein. Nur ein einziger Mensch bedrängt ihn nicht: Violette, die kleine Tochter Claires, die seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr spricht. Plötzlich nimmt er gegen seine Natur Anteil an anderen. Mehr noch: Er verliebt sich in ihre Mutter. Aber Hörgeräte sind kein Garant für gute Verständigung. Denn die will gelernt sein.

 

Eine hinreißend turbulente Komödie über die Schwierigkeiten der zwischenmenschlichen Kommunikation und den betörenden Charme der Ignoranz. Getragen von der gnadenlosen Komik, die entstehen kann, wenn Menschen nonchalant aneinander vorbeireden, nähert sich Schauspieler und Regisseur Pascal Elbé spielerisch einem existentiellen Thema: dem Unabänderlichen im Leben und der Chancen, die darin liegen, die Herausforderungen anzunehmen.

 


Details:

Mit: Sandrine Kiberlain, Pascal Elbé, Valérie Donzelli, François Berléand, Emmanuelle Devos, Anne Azoulay, Claudia Tagbo, Marthe Villalonga, Antoine Gouy, Manon Lemoine
Regie: Pascal Elbé
Genre: Französische Komödie
Länge: 94 Min.
Alterszulassung: ab 6 Jahre
Land: Frankreich
Erscheinungsjahr: 2022


Spielzeit:

Sonntag,               3. Juli            20.00 Uhr  (Saal 2)
Dienstag,              5. Juli            18.15  Uhr  (Saal 1)
Mittwoch,            6. Juli             18.15 Uhr  (Saal 1)