Von Die feuerrote Friederike über Gretchen Sackmeier bis hin zu Geschichten vom Franz – die Bücher der 2018 verstorbenen Autorin Christine Nöstlinger begleiten Generationen von Heranwachsenden. Mit authentischer Sprache und viel Humor fordert sie die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein ihrer jungen Leser:innen und verzichtet dabei auf erhobene Zeigefinger. Alexandra Schneider verbindet in ihrem Porträt nun Biografie und Inhalte aus Nöstlingers Werk, um die Geschichte Österreichs in den vergangenen 50 Jahren zu erzählen: Eine Geschichte von gesellschaftlichem Wandel, Fragen zu Emanzipation und zum solidarischen Miteinander. Neben teils noch nie gesehenen Archivaufnahmen kommen auch Nöstlingers Töchter sowie zahlreiche Nachfolgerinnen im Geiste zu Wort. Für Junge und jung Gebliebene!
(Florian Widegger)
Der Film zum 90. Geburtstag der großen österreichischen Autorin Christine Nöstlinger (13. Oktober 1936 – 28. Juni 2018)
Christine Nöstlinger kennt in Österreich jede und jeder. Ihre Bücher begleiten uns seit Generationen – Kindern und Jugendlichen ist sie auf Augenhöhe begegnet und hat über 50 Jahre beständig für Nachschub gesorgt. Sie brachte die Dinge auf den Punkt, lebensnah und ungekünstelt, nicht beschönigend, geradeheraus und ohne sich selbst dabei wichtig zu nehmen.
NÖSTLINGER – SOWIESO UND ÜBERHAUPT widmet sich dem Leben und dem Schreiben dieser beindruckenden Autorin. Die charakteristische Mischung aus Humor, Realismus und scharfem sozialen Bewusstsein ihrer Werke hat die Kinderliteratur nachhaltig verändert. In dem dokumentarischen Porträt wird ihre markante Sprache, ihr scharfsinniger Humor und ihr unerschütterlicher Humanismus auf eindrucksvolle Weise wieder lebendig.
Entlang ihrer Biografie und der Themen, die Christine Nöstlinger Zeit ihres Lebens umgetrieben haben, erzählt der Film über den gesellschaftlichen Wandel, der sich in Österreich in den letzten 50 Jahren vollzogen hat und geht Fragen zu Kindheit, Emanzipation und solidarischem Miteinander nach. Großartige Archivaufnahmen die teilweise erstmals zu sehen sind, werden ergänzt durch aktuelle Interviews mit Nöstlingers Töchtern, Christiana Nöstlinger und Barbara Waldschütz sowie Künstler:innen wie Stefanie Sargnagl und Ursula Strauss. Astrid Lindgren’s Tochter Karin Nyman kommt zu Wort, wie auch die langjährige Kulturstadträtin Ursula Pasterk und Ö1 Mitarbeiter Rainer Rosenberg.
Schauspieler: Stefanie Sargnagel, Ursula Strauss, Barbara Waldschütz, Christiana Nöstlinger, Karin Nyman, Ursula Pasterk, Rainer Rosenberg u.a.
Regie: Alexandra Schneider
Genre: Dokumentation
Dauer: 90 Min
Zulassung: ab 6 Jahre
Land: Österreich
Erscheinungsdatum: 2026
Freitag, 28. August 18.00 Uhr (Saal 2)
im Rahmen des Festial: DER NEUE HEIMATFILM