„Jenseits der Erinnerung – Schattenseiten Gallneukirchen 1938 – 1945“ ist ein dokumentarischer Film von Historiker Michael John und Filmemacher Bernhard Braunstein. Er beleuchtet die NS-Vergangenheit, das lange Schweigen und den Verdrängungsprozess in der Marktgemeinde Gallneukirchen im Mühlviertel.
In Gallneukirchen im Mühlviertel, etwa 20 Kilometer von Mauthausen, wurden in der NS-Zeit Kriegsverbrechen begangen. Darüber gesprochen hat lange Zeit niemand. Historiker Michael John und Filmemacher Bernhard Braunstein besuchen die Gemeinde und finden Zeitzeug*innen der Kriegs- und Besatzungsjahre, die Erinnerungen an damals schildern – auch heute noch wollen nicht alle persönlich vor der Kamera sprechen. Zum Vorschein kommen Zeugnisse brutaler Nazimethoden, Komplizenschaft von Ortsansässigen und ein kollektiver Konsens zur Verdrängung, der seelische Traumata noch verstärkte. Ein scheinbar kleiner, doch ungemein bedeutender Film über und für das Brechen des Schweigens.
Filmographie Regie (Auswahl)
Jenseits der Erinnerung. Schattenseiten Gallneukirchen 1938 bis 1945 (2025, mid-length doc) – Stams (2023, doc, Braunstein) – Atelier de Conversation (2017, doc, Braunstein; CE17) – Pharao bipolar (2008, mid-length doc, Braunstein) – Reisen im eigenen Zimmer (2006, mid-length doc, Braunstein)
Schauspieler: Alfred Zehetner, Rosa Aichhorn, Walter Böck, Gabriele Reiter, Stefan Buchberger, Rupert Huber, Josef Schartmüller, Christoph Plakolm, Anonymous, Rosa Weisbrot
Regie: Michael John, Bernhard Braunstein
Genre: Dokumentation
Dauer: 52 Min
Zulassung: ab 12 Jahre
Land: Österreich
Erscheinungsdatum: 2026
Samstag, 29. August 20.00 Uhr (Saal 1)
Sonntag, 30. August 18.00 Uhr (Saal 1)
im Rahmen des FESTIVAL: DER NEUE HEIMATFILM