Der beste Freund des neunjährigen Danny ist sein Hund Charlie, der eines Tages von Außerirdischen entführt wird und dann mit unbekannten Superkräften zurückkehrt. Dannys Haustier wurde in einen echten Superhelden verwandelt! Alles ist Spaß und Spiel, bis Puddy, die finstere Katze von nebenan, und ihr ungewöhnlicher Hundekumpel Cookie, einen teuflischen Plan schmieden, um die menschliche Nahrungskette zu verunreinigen und die Menschheit zu vernichten. Danny und Charlie müssen schnell handeln und herausfinden, wie sie die Superkräfte nutzen können, um Puddys bösen Plan zu vereiteln und die Welt zu retten!
Danny ist noch ein Kleinkind, als der Golden Retriever Charlie an seinem Geburtstag aus dem Geschenkkarton steigt. Die beiden werden beste Freunde. Ein paar Jahre später spielen sie leidenschaftlich Superman und Superhund. Noch später ist Danny ein Teenager und Charlie alt geworden. Der Hund schafft die Stufen zum Haus nicht mehr, legt sich ruhebedürftig hin. Doch eines Morgens steht Charlie fröhlich und verjüngt an Dannys Bett und spricht ihn an. Charlie kann auch schweben, fliegen und verfügt über gigantische Kräfte: Er ist nun tatsächlich der früher von Danny fantasierte Superhund geworden und erklärt, dass er von einem Ausflug ins Weltall zurückgekehrt sei.
Ein wahr gewordener Kindheitstraum steht als reizvolles Thema im Zentrum dieses Animationsabenteuers, das Shea Wageman inszeniert hat. Danny möchte am liebsten vermeiden, dass Charlie stadtbekannt wird. Aber das geht natürlich nicht, wenn Kinder ihre Handys zücken und den Superhund dabei filmen, wie er durch die Lüfte fliegt und eine alte Frau vor einem heranrasenden Auto rettet oder einen vollbesetzten Bus aus einem Abgrund hebt. Die Stadt applaudiert dem Hund, wie man das sonst nur gegenüber dem Titelhelden der Superman-Filme kennt.
Aber wo es einen Superhelden gibt, ist auch der Superschurke nicht weit – er wohnt sogar im Haus nebenan in Gestalt des übergroßen Katers Puddy. Auch der war wie Charlie mal kurz ins Weltall entführt worden, weil ein verzogener Alien-Prinz ein neues Haustier wünschte. Die verschmähten Vierbeiner kehrten mit überirdischen Kräften zurück. Puddy reicht es nicht, seinen menschlichen Besitzer zu terrorisieren, er möchte auch das Machtgefüge zwischen Katzen und Menschen dauerhaft verändern, mittels genetischer Manipulation der Intelligenz. Erst einmal trachtet der Superschurke danach, Charlie in der öffentlichen Meinung zu diskreditieren. Der Kater weiß, wie man Computerprogramme hackt und Fake News generiert.
Es sind diese witzigen, treffenden Anspielungen auf aktuelle Probleme und Themen, welche dem Familienfilm eine besondere Note verleihen. Kaum hört die Präsidentin des Landes – ihre Worte und ihr Auftreten muten wie Parodien auf den US-Präsidenten Donald Trump an – dass es den Superhund gibt, spannt sie ihn ein für ihr Geschäft mit Dosen-Hundefutter. „We make Hundefutter wonderful again“, schwärmt das Staatsoberhaupt und die TV-Moderatorin sagt, man wolle der Welt zeigen, wie groß die Nation sei. Diese deutliche Persiflage auf die MAGA-Bewegung verblüfft weniger, wenn man weiß, dass der Film aus kanadischer Produktion stammt. Im nördlichen Nachbarland der USA hat man wohl für Trump, der Kanada annektieren wollte, und für seine Anhänger nicht viel übrig.
Trotz solcher pfiffiger Seitenhiebe auf das Zeitgeschehen steht das kindgerechte, vergnügliche Abenteuer im Vordergrund. Die hübsche Animation steigert sich zu einem actionreichen Finale mit vielen Verfolgungsjagden in der Luft und auf dem stimmungsvoll ausgemalten Gelände eines aufgelassenen Rummelplatzes mit verrosteten Fahrzeugen. Auch die Aliens schauen noch vorbei, bevor sie abdüsen und Charlie mit Danny und seiner Mutter fast wieder ein normales Familienleben führen kann. Aber nur fast – ein Superhund muss es natürlich auch mit dem nächsten Hurrikan aufnehmen.
Schauspieler:
Regie: Shea Wageman
Genre: Abenteuer für die ganze Familie
Dauer: 95 Min
Zulassung: ab 6 Jahre
Land: USA
Erscheinungsdatum: 2026
Freitag, 20. Februar 16.15 Uhr (Saal 2)
Samstag, 21. Februar 14.00 Uhr (Saal 1)
Sonntag, 22. Februar 16.15 Uhr (Saal 2)