Was wäre, wenn es von Elvis Presley noch Bilder gäbe, die niemand je gesehen hat? Genau auf solches, lange verschollen geglaubtes Material stiess Baz Luhrmann während der Recherchen für seinen Oscar-nominierten Spielfilm ELVIS. Nach aufwändiger Restauration zeigt er sie nun auf der großen Leinwand. Im Zentrum stehen diesmal Presleys musikalisches Können und seine Interaktionen mit Bandmitgliedern. Mitreißend montiert, verbindet EPiC: ELVIS IN CONCERT Momente intensiver Proben voller Fleiß und Albernheit mit kraftvollen und grandiosen Live-Auftritten – ein völlig neues Filmerlebnis, das den «King of Rock’n’Roll» ganz nahbar zeigt.
Während der Dreharbeiten zu seinem „Elvis“-Film stieß Baz Luhrmann auf bisher verschollen geglaubte Konzertaufnahmen. Der Regisseur ließ das Material restaurieren und bastelte daraus einen epischen Konzertfilm: „EPiC: Elvis Presley in Concert“.
In seiner Filmbiografie hat Baz Luhrmann Elvis‘ Geschichte erzählt – jetzt lässt er ihn selbst zu Wort kommen: Es werde viel über ihn geschrieben, aber nie seine Seite der Geschichte – sagt Elvis zu Beginn. Das Material, das Luhrmann gefunden hat, gibt tatsächlich genügend her, um ihn hier einmal persönlich sein Leben und seine Karriere kommentieren zu lassen. Wie es sich fand, klingt fast nach einem Märchen: Während der Arbeit am Elvis-Spielfilm hatte Luhrmann Mitarbeiter in unterirdisch gelegene Filmarchive der Warner Studios in Salzminen in Kansas geschickt, um nach den verschwundenen Negativen zweier Elvis-Konzertfilme aus den 70ern zu graben. Und siehe da: Sie förderten 69 Kisten zutage! Fast 60 Stunden Filmmaterial. Dazu fanden sich unveröffentlichte Super 8-Filme in den Graceland-Archiven. Wertvoller als Gold für Elvis-Fans – und einen Musik-Maniac wie Luhrmann, der damit umzugehen weiß.
Nach einem etwas atemlos bebilderten Elvis-Karriere-Summary zu Beginn wechselt der Film die Tonart, und die Leinwand gehört nur noch Elvis live in Las Vegas. Siebeneinhalb Jahre lang, von 1969 bis 1976, trat er im International Hotel auf – spielte zwei, manchmal gar drei Shows am Tag! Und immer so, als wär’s das erste Mal – für ein stets neues Publikum.
Im Kino ist man noch näher dran am performenden Elvis. Die Bilder, aufgenommen 1970 in Las Vegas, zeigen die Schweißperlen auf seiner Stirn, die Spuckebläschen am Mund, die heftig atmende Brust, während er sich bis zur Erschöpfung verausgabt – und dabei immer ein spitzbübisches Lächeln im Gesicht und einen Scherz auf den Lippen. Diese Lockerheit bei Schwerstarbeit – man merkt in jedem Moment: Hier gibt einer alles, was er hat.
Zwischendurch gibt es Elvis auch backstage zu sehen, bei der Probenarbeit mit Musiker-Kollegen. Auch hier bestens gelaunt und im schock-pinken Paisley-Hemd fast so top gestylt wie auf der Bühne, wo er den legendären weißen Fransenanzug trägt – oder mit glitzernden Funkelsteinen besetzte Catsuits. Das kann nur einer tragen, der die glamouröse Stimme dazu hat.
Mit der blechernen Akustik alter Plattenaufnahmen hat die Musik im Film nichts mehr zu tun! Baz Luhrmann ließ die Songs von Profis neu abmischen – mit rekonstruierter Original-Orchestrierung. Die Uralt-Hits bekommen dadurch einen zeitgemäßen Sound, der auch Elvis ins Hier und Heute holt und ihm sogar noch ein neues Publikum erschließen könnte.
„EPiC: Elvis Presley in Concert“ ist so mitreißend, dass es fast zur Qual wird, im Kinosessel festsitzen zu müssen. Man möchte mitrocken- und tanzen bei diesem optischen und musikalischen Feuerwerk. Ein Fest, nicht nur für Fans!
(aus „NDR“)
Schauspieler:
Regie: Baz Luhrmann
Genre: Dokumentation
Dauer: 96 Min
Zulassung: ab 6 Jahre
Land: USA, Australien
Erscheinungsdatum: 2026
Sonntag, 5. April 18.00 Uhr (Saal 2)
Mittwoch, 8. April 20.15 Uhr (Saal 1)