RENTAL FAMILY erzählt die Geschichte eines in Tokio lebenden US-Schauspielers (Oscar-Preisträger Brendan Fraser), der auf der Suche nach einem Sinn in seinem Leben ist, bis es ihm gelingt, einen ungewöhnlichen Job an Land zu ziehen. Für eine japanische „Rental Family“-Agentur schlüpft er in unterschiedliche Rollen und spielt als Familienmitglied den Sohn, Ehemann oder Vater. Während er mehr und mehr in die Lebenswelten seiner Kunden eintaucht und ihnen hilft ihre familiären Lücken zu füllen, beginnt er echte Bindungen aufzubauen, die die Grenzen zwischen Schauspiel und Realität verschwimmen lassen. In der Auseinandersetzung mit den moralischen Aspekten seines neuen Jobs, entdeckt er den Sinn im Leben, das Gefühl von Zusammengehörigkeit und die Schönheit zwischenmenschlicher Beziehungen neu.
„Rental Family“ hat ein befremdliches, aber real existierendes Geschäftsmodell als Grundlage: das Geschäft mit der Einsamkeit von Menschen. Mit tragikomischem Humor taucht Regisseurin Hikari ein in die emotionalen Welten der Einsamen, die darauf hoffen, von Philipp geheilt zu werden – und der durch die unterschiedlichsten Begegnungen selber heilt.
Brendan Fraser ist wie geschaffen für diese Rolle. Anders als noch in „The Whale“ braucht er hier keine körperliche extreme Transformation. Allein durch seine Größe fällt er auf, überragt alles und jeden. Wie ein großer Teddybär navigiert er sich durch Tokio und das Leben seiner Klienten, verleiht Philipp eine gewisse Trostlosigkeit und lernt selbst viel, wie er im Interview erzählt, über Einsamkeit: „Philip ist wie ein Fisch auf dem Trockenen. Ein fremder Mann in einem ihm fremden Land. Sein größtes Hindernis ist sein eigener emotionaler Zustand. Ich glaube, viele Leute, egal wo sie wohnen, können mit diesem Gefühl etwas anfangen. In jeder Metropole, überall auf der Welt. Und trotzdem ist ‚Rental Family‘ auch noch eine Liebeserklärung an Japan, insbesondere an Tokio. Ein Film über Einsamkeit, garniert mit einem Kirschblütenkuss.“
„Rental Family“ ist eine kleine, zärtliche Charakterstudie, ein bisschen Kapitalismuskritik gepaart mit emotionalem Kitsch. Eine melancholische Erinnerung daran, wie wichtig Freundlichkeit und zwischenmenschliche Beziehungen in einer Welt sind, in der beides verloren zu gehen scheint.
Schauspieler: Brendan Fraser, Mari Yamamoto, Takehiro Hira
Regie: Hikari
Genre: Tragikomödie, Drama
Dauer: 103 Min
Zulassung: ab 6 Jahre
Land: Japan, USA
Erscheinungsdatum: 2026
Freitag, 6. Februar 20.00 Uhr (Saal 2)
Samstag, 7. Februar 20.15 Uhr (Saal 2)
Sonntag, 8. Februar 16.15 Uhr (Saal 1)