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Kino Katsdorf

DER VERLORENE MANN

Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) und der pensionierte Pfarrer Bernd (August Zirner) führen eine glückliche, nach Jahren etwas eingefahrene Ehe, als wie aus dem Nichts Hannes früherer Ehemann Kurt (Harald Krassnitzer) vor ihrer Tür steht. Durch seine Demenzerkrankung kann sich Kurt nicht mehr erinnern, dass er und Hanne bereits seit 20 Jahren geschieden sind. Als das Paar ihn vorübergehend bei sich aufnimmt, kehrt eine verloren geglaubte Leichtigkeit in ihre Ehe zurück. Doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen.

INHALT:

„Der verlorene Mann“ erzählt eine leise, aber tief berührende Geschichte über Liebe, Verantwortung und das fragile Gleichgewicht langjähriger Beziehungen. Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) lebt mit ihrem Ehemann Bernd (August Zirner), einem pensionierten Pfarrer, zurückgezogen in ländlicher Idylle. Die Ehe ist vertraut, ruhig – vielleicht ein wenig festgefahren. Dieses Gleichgewicht gerät abrupt ins Wanken, als plötzlich Hannes Ex-Mann Kurt (Harald Krassnitzer) vor der Tür steht. Aufgrund seiner Alzheimer-Erkrankung glaubt er, noch immer mit Hanne verheiratet zu sein, und hat die Scheidung vor zwanzig Jahren vollständig vergessen.

Aus Mitgefühl nehmen Hanne und Bernd Kurt vorübergehend bei sich auf. Was zunächst als pragmatische Lösung beginnt, entwickelt sich zu einem emotional aufgeladenen Dreiecksverhältnis. Alte Gefühle brechen auf, neue Nähe entsteht – und gleichzeitig wächst die Überforderung. Während sich Hanne zwischen Fürsorge und Loyalität zerreibt, fühlt sich Bernd zunehmend an den Rand gedrängt. Je weiter Kurts Krankheit fortschreitet, desto deutlicher wird: Diese ungewöhnliche Konstellation fordert von allen Beteiligten Entscheidungen, die ihr Leben dauerhaft verändern könnten.

Mit „Der verlorene Mann“ legt Regisseur Welf Reinhart sein Spielfilmdebüt vor. Gemeinsam mit Co-Autorin Tünde Sautier entwickelte er den Stoff aus intensiver Recherche heraus. Reinhart ließ sich zum Demenzbegleiter ausbilden und arbeitete eng mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zusammen. Der Film verzichtet bewusst auf melodramatische Zuspitzung. Stattdessen rückt er die zwischenmenschlichen Folgen der Krankheit in den Mittelpunkt und verbindet Ernsthaftigkeit mit feinem, unaufdringlichem Humor. Die Weltpremiere feierte der Film im Wettbewerb des International Film Festival Rotterdam 2026.

Die Besetzung vereint drei herausragende Charakterdarsteller. Dagmar Manzel („Tatort“) verleiht Hanne große emotionale Tiefe zwischen Stärke und Verletzlichkeit. Harald Krassnitzer („Der Bergdoktor“) überzeugt als an Alzheimer erkrankter Kurt mit Zurückhaltung und Würde. August Zirner („Die Fälscher“) spielt Bernd als moralisch reflektierten, innerlich zerrissenen Gegenpol.

(aus „Kino.de“)

 

DETAILS:

Schauspieler: Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer, August Zirner, Lene Dax, Dionne Wudu, Marion Freundorfer
Regie: Welf Reinhart
Genre: Drama
Dauer: 102 Min
Zulassung:  ab 12 Jahre
Land: Deutschland
Erscheinungsdatum: 2026

 

SPIELZEIT:

Samstag,           20. Juni         20.00 Uhr  (Saal 1)
Sonntag,            21. Juni          18.15 Uhr  (Saal 2)