Die quirlige Außenseiterin Mia ist fest davon überzeugt: Monster gibt es wirklich! Als sie mit ihrer Monsterbegeisterung zu weit geht, fliegt sie von der Schule und landet ausgerechnet an der schaurig-schönen Finsterwald Academy. Dort entdeckt Mia eine Welt voller Geheimnisse: Fledermäuse unter dem Dach, ein mysteriöser Schulleiter und Mitschüler, die tatsächlich echte Monster sind. Für Mia geht ein Traum in Erfüllung! Doch Menschen sind an der Finsterwald Academy alles andere als willkommen, und so muss Mia allerlei Tricks einsetzen, um selbst als waschechtes Monster durchzugehen. Bis sie hinter die düsteren Pläne von Schulleiter Van Vlad kommt, der alle Menschen in Monster verwandeln will. Jetzt liegt es an Mia, ihre Freunde zu retten und zu beweisen, dass manchmal gerade die ungewöhnlichsten Monster die größten Helden sind.
MONSTER MIA ist ein monstermäßiger Halloween-Kinospaß für die ganze Familie voller Witz, Abenteuer und Grusel-Vibes – mit einer Heldin, die zeigt: Ein bisschen verrückt, ein bisschen anders und ein bisschen Monster steckt doch in jedem von uns.
Der Halloween-Spaß für Kinder ab sechs Jahren überzeugt durch sein fesselndes Abenteuer rund um eine Zauberschule und eine Synchronisation im Dialekt
Mia ist ein wenig vercheckt, hat wildes Haar, verpasst den Bus, fährt Skateboard und fliegt auch mal auf die Goschn. Am Unterricht ist sie nicht sonderlich interessiert, in ihr brennt stattdessen eine Frage: Was ist mit den Monstern passiert, die einst die normalste Stadt der Welt, Lilienthal, bevölkerten? Im Gegensatz zu allen anderen ist Mia von deren Existenz überzeugt und argumentiert leidenschaftlich dafür. Das nervt insbesondere ihre Zwillingsschwester Marie, die eine Musterschülerin ist, wie sie im Buche steht.
Als Mia es wieder einmal übertreibt, wird sie von der strengen Direktorin Frau Knoflpress der Schule verwiesen – als Alternative kommt wundersamerweise nur eine einzige andere Lernstätte infrage: die Finsterwald-Schule. Allein der Weg dorthin ist eigentümlich, und der Busfahrer kommentiert sogleich Mias Aussehen: „Schaust gar ned aus wia a Monster“. Aber das tut ja Mias neuer Mitschüler Oskar auch nicht – bis ihm der Kopf vom Hals fliegt. Huch!
Frühestens seit Goethes Zauberlehrling aus dem lange zurückliegenden Jahr 1797 ist die Lernstätte von Zauberwesen ein beliebtes Motiv in der Kinderliteratur. Am allererfolgreichsten war damit Joanne K. Rowling mit Harry Potter. Wie dieser ist auch Mia anders als die anderen: Sie ist ein Mensch! Das darf an der Schule bloß niemand merken, denn Menschen sind so gar nicht beliebt. Man kann sogar von einem Unterricht sprechen, der Hass gegen diese schürt. Die Hexe Penelope beäugt Mia ziemlich kritisch, dafür findet sie in Oskar und dem feschen Vampir Paprika schnell neue Freunde, die ihr in ihrem Abenteuer rund um Zaubertränke und monströse Menschen sowie menschliche Monster beistehen.
Monster Mia ist eine europäische Koproduktion mit starkem österreichischem Anteil. Deshalb kommt hierzulande auch eine Dialektversion in die Kinos, in der Sprechtalente wie Lilian Jane Gartner (Mia), Michael Ostrowski (Finsterwald-Schuldirektor Van Vlad), Verena Altenberger (Oskar) oder Susi Stach (Frau Knoflpress und andere) einigen Rollen ihre Stimmen verleihen. Schon allein das hebt den Film aus dem gängigen Animationsfilmpool für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren hervor. Auch die liebevollen Animationen, die sich an Pixar-Vorbildern orientieren, aber dann doch Deix’sche oder Nöstlinger’sche Eigenheiten mit hineinbringen, wurden im hiesigen Animationsfilmstudio arx anima entwickelt.
Als Regisseurin maßgeblich am Look des Films beteiligt war Verena Fels. Die auf Animationsfilm spezialisierte Regisseurin studierte erst Medientechnik, wo sie die Grundlagen der Computeranimation lernte, dann Regie an der Filmakademie Wien. „Der größte Unterschied zum Realfilm ist“, verrät Fels, „dass es in der Animation keine Zufälle gibt. Alles, was wir später auf der Leinwand sehen, ist bewusst gestaltet und entschieden, selbst wenn es spontan wirkt.“
Bei der Entwicklung der Figuren lässt sich die Mutter zweier kleiner Kinder von ihrer Umgebung inspirieren. Das merkt man auch an den detailreich gestalteten Zimmern der beiden ungleichen Schwestern Mia und Maria. Das Figurendesign ist dabei essenziell, denn es soll „die Persönlichkeit einer Figur sichtbar machen und etwas über sie erzählen, noch bevor sie überhaupt ein Wort gesprochen hat.“
Gerade die Gestaltung von Mädchen ist wegen bestimmter Körperbilder stets eine Herausforderung. Verena Fels ist dabei vor allem wichtig, diese nicht auf klassische Rollenbilder zu reduzieren. „Ich möchte Figuren schaffen, die eigenständig, widersprüchlich und facettenreich sein dürfen. Sie dürfen mutig sein, Angst haben, Fehler machen, laut sein, albern sein und über sich hinauswachsen.“ Das ist Mia definitiv, und dennoch hat sie die allgegenwärtigen Kulleraugen im runden Gesicht.
Es sei dem Kinder-Halloween-Spaß verziehen, einem gewissen Standard muss man sich wohl anpassen. Monster Mia ist nicht nur eine Koproduktion zwischen Österreich, Deutschland und Spanien, sondern wird auch in 60 Ländern im Kino gezeigt, wie Produzentin Dunja Bernatzky verrät. Sie sagt auch: „Kindermedien fallen in Österreich oft durch den Rost. Unsere Kinder verdienen mehr Aufmerksamkeit und Verantwortung von unseren Medien. Und sie verdienen Geschichten aus ihrer eigenen Welt“ – und die eigene Welt eines Kindes darf auch mal eine Zauberschule namens Finsterwald sein.
(Valerie Dirk in „Der Standard)
Schauspieler:
Regie: Verena Fels
Genre: Animationsfilm für die ganze Familie
Dauer: 81 Min
Zulassung: ab 6 Jahre
Land: Österreich, Deutschland, Spanien
Erscheinungsdatum: 2026
Freitag, 23. Oktober 16.15 Uhr (Saal 2)
Sonntag, 25. Oktober 14.15 Uhr (Saal 2)
Dienstag, 27. Oktober 14.15 Uhr (Saal 2)