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Kino Katsdorf

SOMMER AUF ASPHALT

Eine feine Tragikomödie mit Mala Emde („Köln 75“) und Christoph Maria Herbst („Extrawurst“) als Vater-Tochter-Duo

Fahrradkurierin Les (Mala Emde) liebt ihr Leben ohne Verantwortung und denkt keine Sekunde über die Zukunft nach. Doch dann steht plötzlich ihr Vater Bert (Christoph Maria Herbst) vor der Tür, zu dem sie so gut wie keinen Kontakt hat. Die Nachricht einer ungeplanten Schwangerschaft ist die zweite Überraschung, die Les’ Leben aus der Bahn wirft – und sie wenig später über die Motorhaube eines Autos fliegen lässt. Da ihr Arm in einer Schlinge steckt, schwingt sich nun Bert aufs Rad und kommt seiner Tochter nach Jahren der Entfremdung wieder näher. Umso schwerer fällt es ihm, Les von seinem Hirntumor zu erzählen.
Regisseur Simon Ostermann, der mit Mala Emde bereits für die Dramedy „Oh Hell“ zusammengearbeitet hat, erzählt eine sommerlich leichte und zu Herzen gehende Geschichte über Verantwortung und die Suche nach dem richtigen Platz im Leben, die längst nicht nur mit einer fantastischen Vater-Tochter-Dynamik begeistert.

INHALT:

Christoph Maria Herbst zeigt sich in „Sommer auf Asphalt“ ungewohnt leise und warmherzig: Die Filmproduktion erzählt von einer ungeplanten Schwangerschaft, entfremdeten Eltern und der Frage, was Familie heute eigentlich bedeuten kann.

Soll sie oder soll sie nicht? Valeska, im Freundeskreis Les genannt, hadert mit der Entscheidung, ein Kind zu bekommen, das ihr so gar nicht in den Lebensplan passt. Und mit Babybauch auf dem Rennrad durch Hamburg sausen, ist auch nicht ideal.

Aaron Hilmer hat als Tyler beim Rollenprofil die Jugend-Slang-Karte gezogen. Das ist ein bisschen aufgesetzt und anfangs eher nervig als amüsant. Aber man gewöhnt sich dran und fängt an, die Figuren ins Herz zu schließen.

Da hat Les also kurz vor ihrem 30. Geburtstag diese große Lebensentscheidung zu treffen, und ausgerechnet jetzt steht unangemeldet ihr Vater Bert vor der Tür. Sie ist überbehütet bei ihm auf dem Dorf aufgewachsen, hat sich in der Großstadt freigestrampelt und über die Jahre von ihm entfremdet.

Es ist schön, Christoph Maria Herbst hier mal nicht in seiner gewohnten Rolle des schlagfertigen Zynikers zu erleben! Findet auch Herbst selbst: „Wenn ich König von Deutschland wär‘, hätte ich Herrn Herbst schon längst viel mehr gegen den Strich besetzt!“

Bert ist eher Typ Trauerkloß, ein bisschen steif und verdruckst. Bevor er mit dem wahren Grund für seinen Besuch herausrücken kann, hat Les einen Fahrradunfall. Und Papa Bert springt spontan als Kurier für sie ein.

„Sommer auf Asphalt“ ist eine Vater-Tochter-Tragikomödie, die schwungvoll das Thema Familie erforscht. Einerseits: Wie schön es sein kann, die, die man schon hat, wiederzuentdecken. Andererseits: Wie auch Freunde Familie sein können. Es ist kein exklusiver Begriff, er gilt immer da, wo Menschen füreinander da sein wollen. Papa Bert gefällt das Konzept Wahl-Verwandtschaft so gut, dass er gar nicht wieder zurück in sein einsames altes Leben möchte.

Die plötzliche Sorge, den gesundheitlich angeschlagenen Vater zu verlieren, bringt nochmal eine neue Dynamik in die Beziehung der beiden.Mala Emde und Christoph Maria Herbst schaut man dabei gerne zu, weil sie die Figuren mit so viel Wärme und Leben füllen. „Sommer auf Asphalt“ ist – trotz bekannter Handlungsmuster – ein sommerleichter Film, den man lächelnd in Erinnerung behält. Oder wie Mala Emde es in der Talk-Show „3 nach 9“ so schön auf den Punkt brachte: „Das ist ein richtig schöner, guter Cheeseburger des Kinos.“

(aus „NDR“)

 

DETAILS:

Schauspieler: Mala Emde, Christoph Maria Herbst, Aaron Hilmer
Regie: Simon Ostermann
Genre: Tragikomödie
Dauer: 92 Min
Zulassung:  ab 12 Jahre
Land: Deutschland
Erscheinungsdatum: 2026

 

SPIELZEIT:

Sonntag,           7. Juni         mit Marmelade/Honig-Frühstück ab 9.00 Uhr!
Filmbeginn:   10.00 Uhr